Im Urlaub richtig versichert sein!

Nicht jede Police ist nötig

Young woman on the beachUm es vorweg zu nehmen, eine  Auslandskrankenversicherung und eine Reiserücktrittsversicherung sind sinnvolle Versicherungen für den Urlaub. Doch zusätzlicher Unfallschutz im Urlaub? Oder ein gar „Rundum-sorglos-Paket“? So etwas braucht man nur selten. Doch lesen sie mehr.Urlaub steht für Erholung, denn beides hat man sich verdient. Doch  wenn man fernab von zu Hause krank wird, dann hilft die Auslandsreisekrankenversicherung. Mindestens ein Auslandsurlaub im Jahr ist für viele Deutsche selbstverständlich. Ob Badeurlaub, Rundreise oder Städtetrip, niemand möchte dabei Abstriche am gewohnten Versicherungsschutz machen. Und das ist vernünftig so.

Es könnte ja immerhin sein, dass die teure Kamera, die Dokumente oder die Geldbörse gestohlen werden. Oder gleich der ganze Koffer gestohlen wird. Das ist der Super Gau für jeden Urlauber. Hinzu kommen Risiken jemand anderem zu schädigen oder selbst zu verunglücken.

Das haben Versicherungen erkannt und bieten für die schönsten Wochen des Jahres spezielle Policen an. Egal ob Krankheit, Unfall, Diebstahl oder Rechtsstreitigkeiten im Ausland – es gibt fast nichts, vor dessen finanziellen Folgen man sich nicht schützen könnte.

Doch wer leichtfertig einen Vertrag unterschreibt oder ohne hinzuschauen ein ganzes Versicherungspaket (Rundum sorglos Paket) kauft, wirft unter Umständen viel Geld aus dem Fenster. Nicht jede Police ist sinnvoll, manche sind sogar komplett überflüssig.

 Was brauchen Sie und was nicht.

Eine Unfall-, Haftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung speziell für eine Auslandsreise, benötigt man nicht unbedingt. Viel besser ist es, zu prüfen, ob man solche Versicherungen schon hat, denw diese gelten auch im Ausland. Erst dann lohnt es sich über solche Versicherungen nach zu denken und sich zu informeiren.

  • Reiseunfallversicherung

Viele Reiseunfallpolicen bieten bei Vollinvalidität lediglich eine geringe Deckungssumme von zum Beispiel 20.000 Euro. Im Gegensatz lassen sich über die normale Unfallversicherung problemlos bis 500.000 Euro absichern. Personen, die eine Unfallversicherung haben, sind dauch im Ausland bei einem Unfall versichert. Wichtig ist hier, das Kosten für denRücktransport und die Bergung der verletzten Person in der Police eingeschlossen sind.

Eine Reiseunfallversicherung empfiehlt sich allenfalls für Urlauber, die Risikosportarten betreiben, wie  Flugsportarten, für die man in Deutschland eine Zulassung braucht, also etwa Paragliding oder Fallschirmspringen. Dagegen sind z.B. Unfälle beim Surfen, Kite-Surfen oder Mountainbiken über eine herkömmliche Unfallversicherung  abgesichert. Das gilt auch für Tauchunfälle. Doch hier gibt es eine wichtige Einschränkung,  der Versicherungsschutz gilt nur bei neuen Verträgen. Das heißt, wer seine Unfallversicherung vor 2011 abgeschlossen hat, sollte diese auf die neuen Versicherungsbedingungen umstellen lassen.

  • Reisehaftpflichtversicherung

Eine unnötige Versicherung ist eine Reisehaftpflichtversicherung, denn Haftpflichtansprüche im Urlaub sind über die private Haftpflicht abgedeckt. Wer keine Privathaftpflichtversicherung hat, der sollte eine Reisehaftpflichtversicherung abschließen. Doch keine Regel  ohne Ausnahme. Ausgenommen sind Schäden, die Urlauber mit einem gemieteten Motor- oder Segelboot sowie dem Surfbrett verursachen. Das gilt auch für Beschädigungen an Ferienhäusern. Eine Haftpflichtversicherung ist jedoch mittlerweile bei vielen Hausanbietern im Mietpreis enthalten.

  • Reisegepäckversicherung

Eine Reisegepäckversicherung ist bei den Urlaubern sehr beliebt. Doch sie ist  nicht billig – und leistet im Schadensfall längst nicht automatisch. Beliebt ist bei den Versicherern bei einem Gepäckdiebstahl unter Umständen grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen und deshalb die Zahlung zu verweigern. Das kann schon der Fall sein, wenn der Versicherte seinen Koffer auf dem Flughafen nicht zwischen die Beine geklemmt, sondern neben sich abgestellt hat.

Anders gesagt: Wer sich so korrekt verhält, wie von der Versicherung gefordert, kann das Geld für die Police sparen, weil nichts passieren kann. Außerdem schließt diese im Kleingedruckten häufig den Verlust wertvoller Gegenstände wie Handys oder Notebooks aus. Wird ins Hotelzimmer eingebrochen, zahlt die heimische Hausratversicherung. Sie benötigen in diesem Fall unbedingt eine polizeiliche Bescheinigung

  • Reiserücktrittsversicherung

Bei der Buchung einer Pauschalreise bekommt man meist bereits bei der Buchung eine Reiserücktrittsversicherung  (Rücktrittskosten-Versicherung) angeboten. Diese erstattet die Stornokosten, falls man die Reise wider Erwarten nicht antreten kann. Voraussetzung ist, dass die Versicherung spätestens ein paar Tage nach der Buchung abgeschlossen wird. Wir empfehlen diese Police vor allem Urlaubern, die mit kleinen Kindern oder älteren Personen reisen. Denn hier ist das Risiko höher, dass die Reise durch eine plötzliche Krankheit ins Wasser fällt. Bei teuren Reisen ist die Versicherung sinnvoll.

Unverheiratete Paare oder Menschen, die mit einer befreundeten Person verreisen, sollten immer eine gemeinsame Versicherung abschließen. Das hat den Vorteil, wenn  einer von beiden krank wird, werden in diesem Fall die Stornokosten des Partners oder der befreundeten Person mit erstattet.

  • Unser Tipp zum Geld sparen

Wer  jedes Jahr mehrmals verreist, kann Geld sparen, wenn er eine Jahrespolice abschließt. Diese deckt dann nicht die großen Urlaubsreisen, sondern auch das verlängerte Wochenende zwischendurch ab.

Mit einer Jahrespolice umgehen sie die Gefahr, dass sie vergessen rechtzeitig die nötigen Versicherungen abzuschließen.

  • Reisebuchung online

Wichtig für Urlauber, die Reisen online buchen:

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im vergangenen Jahr Online-Flugvermittlern untersagt, Kunden eine Rücktrittskostenversicherung unterzujubeln (Az.: C 122/11).

Doch sie müssen aufpassen:

Seit dem Urteil darf das entsprechende Kästchen im Vertragsformular nicht mehr automatisch angeklickt sein. Vielmehr müssen sie den Haken selbst setzen.

Bereits seit Oktober 2011 regelt dies ein EU-Gesetz auch für die Internet-Portale von Fluglinien.

Zu Ihrer Sicherheit

Diese Tipps ersetzen nicht die Konsultation ihres Versicherungsbetreuers.

Selbstverständlich können sie sich auch von uns kostenlos beraten lassen.

Nutzen sie dazu das Kontaktformular.

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